Aktuelles

30 Jahre GFE Schmalkalden

23.06.2022

Weiterlesen

Zwischenfazit Sommertour "Forschung made in Thüringen"

20.06.2022

Unter dem Motto "Forschung made in Thüringen" besucht(e) MdL Olaf Müller (B90/Grüne) die gemeinnützigen wirtschaftsnahen Thüringer Forschungsinstitute des #FTVT.

Weiterlesen

Thementage Grenz- und Oberflächentechnik 2022

23.05.2022

Für die „ThGOTˮ besteht ein wichtiges Ziel darin, den Unternehmen den dringend benötigten Zugang zu verfügbarem Expertenwissen im Bereich der Oberflächentechnologien zu schaffen, neue Entwicklungen…

Weiterlesen
Sie sind hier:

ITS Geo Solutions aus Jena gewinnt mit App zur Vermessung in der Bauindustrie

Auch in der 3. Runde des Thüringer Gründer-Wettstreits „getstarted2gether“ („Gemeinsam loslegen“) profitieren mehrere Startups von Rundum-Betreuung durch wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen.

Sechs Monate die komplette Infrastruktur einer Forschungseinrichtung nutzen, dazu Rundum-Betreuung durch erfahrene Wissenschaftler – dieses lukrative Paket bietet der Wettbewerb „Get Started2gether“ jungen Thüringer Gründern. In der dritten Auflage des Wettbewerbs setzten sich am 23. September 2020 sieben Gründer mit ihren Projekten durch, die nun von der halbjährigen Zusammenarbeit mit einer wirtschaftsnahen Forschungseinrichtung des Landes profitieren. Den mit 1.000 Euro dotierten Hauptpreis des Forschungs- und Technologieverbunds Thüringen e.V. (FTVT) erhielt zusätzlich das Gründerteam von ITS Geo Solutions aus Jena.

Das siegreiche Start-up stellte die App „StockAce“ vor, mit der durch Augmented Reality für Jedermann eine präzise Vermessung in der Bau- und Prozessindustrie möglich wird. Durch die technischen Fähigkeiten eines Smartphones wie Initialsensoren oder Bildverarbeitung können das Volumen und die Lagerfläche von Baustoffen zuverlässig bestimmt werden. Zielgruppen sind Betonwerke, Mischwerke und Recycling-Betriebe.

Maximal zehn Minuten hatten die sieben Bewerber Zeit, um sich während der „Pitches“ in der Industrie- und Handelskammer Erfurt in Szene zu setzen. Die Bandbreite der Themen reichte von Sicherheitsbremsen in Windkraftanlagen bis zu Superfoods, 3D-Druck-Verfahren, über textile Umverpackungen bis hin zu Raumfahrttechnologie, von Unternehmen aus der Medienbranche bis zur Energiewirtschaft. Am Ende setzten sich folgende Unternehmen durch:

 

Ilmenauer Mechatronik GmbH Permanente Zustandsüberwachung von Sicherheitsbremsen in Windkraftanlagen
YouPlant UG, Jena Superfoods@Home
ITS Geo Solutions GmbH, Jena StockAce. Augmented Reality für Bau- u. Prozess-Industrie
Ilmsens GmbH, Ilmenau Ultrabreitband-Mikrowellen-Sensor-Technologie, Echtzeitmessung von Flüssigkeiten u.a., Erfassung von kleinsten Bewegungen (Herzschlag u.a.)
angelsshare whisky, Greiz Textile Umverpackungen
SPACEOPTIX GmbH, Jena Space MMC- Weltraumtaugliche optische Spiegel aus Metall-Matrix-Kompositionswerkstoffen
UX2B GmbH,
Jena
Flexible optische Erfassung von (analogen) Anzeigen und Zählerständen zur digitalen Auswertung

 

„Mit dem Wettbewerb wollen wir jungen Gründern die Möglichkeit bieten, von der Infrastruktur und Expertise einer etablierten Forschungsgemeinschaft zu profitieren“, betont Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. „Durch die enge Zusammenarbeit von Gründern und Forschungsinstituten können gute Produktideen von Anfang an zu einem höheren technischen Reifegrad gebracht werden“, so Tiefensee. Dies erleichtere es, privates Beteiligungskapital zu akquirieren oder das Produkt auf dem Markt zu platzieren. Das zeigen eindrücklich bereits prämierte Unternehmen wie die „Polytives GmbH“ mit Zusatzstoffen für Kunststoffe oder die Max Neupert & Clemens Wegener GbR mit dem Center for Haptic Audio Interaction Research – kurz „CHAIR“, deren Entwicklungen mit weiteren – teils sogar internationalen Preisen – ausgezeichnet wurden.

„Unsere Mitglieder verfügen allesamt über langjährige Erfahrung, exzellentes Know-how und eine moderne Infrastruktur. Damit bieten sie beste Voraussetzungen, um Gründer auf ihrem Weg zum erfolgreichen Unternehmen ein gutes Stück voranzubringen“, betont FTVT-Vorsitzender Dr. Peter Miethe. Die Einreichungen hätten auch in diesem Jahr wieder hohen Innovationsgehalt und Marktpotenzial in den verschiedensten Bereichen eindrucksvoll dokumentiert, was auch die Vielfältigkeit der wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen widerspiegele. Der Wettbewerb besitze inzwischen eine gute Strahlkraft: Nicht nur kommen die Bewerber in der dritten Runde wieder aus ganz Thüringen, auch die gestrige Teilnahme des High-Tech-Gründerfonds und des German Accelerator zeige das große Interesse am Wettbewerb.

„Get started 2gether“ ist eine Gemeinschaftsaktion des Forschungs- und Technologieverbundes Thüringen (FTVT), zugleich Landesvertretung der Zuse-Gemeinschaft, mit dem Thüringer Wirtschaftsministerium. Sie richtet sich an technologieorientierte Gründer oder Gründerteams aus Wirtschaft und Wissenschaft, die für die Weiterentwicklung ihres Vorhabens das Equipment einer wirtschaftsnahen Forschungseinrichtung nutzen wollen. Zur Förderung der erfolgreichen Get Started-Teilnehmer stellt das Land für die dritte Runde 350.000 Euro zur Verfügung, mit denen die Betreuung durch die wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen finanziert wird.

 

Zurück